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Top Gun Maverick

 

 


Für Tom Cruise ist es ein Schlüsselauftritt, der alle seine Vorzüge bedient, ihn erstrahlen lässt, aber auch als Schauspieler fordert: Je länger man zusieht, sich den Atem verschlagen lässt von der schier unfassbaren Flugaction des Films und die Story auf die eine finale Mission zusteuert, um die es natürlich gehen muss, desto mehr schält sich auch eine faszinierende Meta-Ebene heraus. Ums Älterwerden geht es, um Lebensentwürfe, um den Blick zurück, was man aus sich gemacht hat, ums Erwachsenwerden, um eine Haltung dazu, wer man ist und wo man steht. Und so sehr die Action involviert, der Humor immer dann sitzt, wo man ihn braucht, und auch die Romanze mit Jennifer Connelly nicht ohne ist, so sehr nimmt man dann, wenn Lady Gagas Titelsong über dem Abspann zu hören ist, doch die eine Szene mit, in der Maverick schließlich seinen gezeichneten Freund Iceman besucht. Gespielt, wie 1986 schon, wird sie von Val Kilmer, damals einer der schönsten Männer Hollywoods, heute dahingerafft von seinem Kampf mit Kehlkopfkrebs - mitzuerleben in der Doku "Val", die vor einem Jahr in Cannes lief. Da stehen sie sich gegenüber, der eine, der immer auf der Welle des Erfolgs surfen konnte und es mit 60 immer noch tut, und der andere, der hoch flog, aber abgestürzt ist. Und man spürt, ganz intensiv, wie eng Triumph und Niederlage nebeneinander liegen. Ein großer Moment. Der größte in einem großen Film, der einem nebenher noch den Glauben ans Kino zurückgibt.

Thomas Schultze. 

 

Genre: Action
Länge: 131  Minuten
FSK: 12

 

 

 

 
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